Weniger Zuschauer im Opernhaus

Verwaltungsratspräsident Josef Estermann spricht trotzdem von übertroffenen Erwartungen.

Erhebliche Umschichtungen: Opernhaus Zürich.

Erhebliche Umschichtungen: Opernhaus Zürich.

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Am kommenden Montag stellt das Zürcher Opernhaus seinen Geschäftsbericht vor – aber die Aktionäre haben ihn bereits jetzt erhalten und mit ihnen die «SonntagsZeitung», die gestern erste Zahlen veröffentlicht hat. Sie zeigen, was zu erwarten war: dass der Wechsel von Alexander Pereira zu seinem Nachfolger Andreas Homoki zu erheblichen Umschichtungen führt.

Zumindest einige davon sind auf einen Systemwechsel zurückzuführen. Mit der Intendanz Homoki wurde nicht nur die Zahl der Neuproduktionen reduziert, sondern auch die Zahl der Aufführungen. In der Oper gab es 15 Abende weniger, im Ballett 12. Der Besucherrückgang um 13 000 Personen respektive 5 Prozent erstaunt deshalb kaum (total besuchten 247 251 Personen das Opernhaus). Die Einnahmen sind um 13 Prozent gesunken.

Da im künstlerischen Bereich 7 Millionen eingespart wurden, konnte dieses Minus ebenso kompensiert werden wie die sinkenden Sponsoring-Beiträge (7 statt 9 Millionen Franken). Nicht einmal der mit 75 Prozent massive Einbruch im Gastrobereich hat die Rechnung aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie vermeldet einen Gewinn von 156 237 Franken. Die Eigenwirtschaftlichkeit, die in den besten Zeiten bei 46 Prozent lag, ist allerdings auf 33,3 Prozent gesunken.

Die Auslastung stieg laut dem Geschäftsbericht in der Oper um 3,7 Prozent auf 85,8 Prozent, im Ballett sogar um 7,5 Prozent auf 94,6 Prozent (wobei Gratiskarten mitgerechnet werden). Der zurücktretende Verwaltungsratspräsident Josef Estermann schreibt deshalb im Aktionärsbrief, die hohen Erwartungen seien übertroffen worden. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.01.2014, 10:08 Uhr

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