Scala-Mitarbeiter demonstrieren für Pereira

Alexander Pereira verlässt die Mailänder Scala. Aber später als vorgesehen.

«Sostiene Pereira»: Der Titel von Antonio Tabucchis Erfolgsroman wurde bei den Protesten der Scala-Mitarbeiter umgedeutet. Foto: Keystone

«Sostiene Pereira»: Der Titel von Antonio Tabucchis Erfolgsroman wurde bei den Protesten der Scala-Mitarbeiter umgedeutet. Foto: Keystone

Was schon länger vermutet wurde, ist nun bestätigt: Dominique Meyer, derzeit Direktor der Wiener Staatsoper, wird Alexander Pereiras Nachfolge als Intendant an der Mailänder Scala antreten. Dennoch wird Pereiras Vertrag, der im Februar 2020 ausläuft, noch einmal bis Juni 2021 verlängert. Offiziell, weil dann auch der Mailänder Bürgermeister und Präsident der Scala-Stiftung, Giuseppe Sala, zurücktritt.

Inoffiziell heisst es, dass einige Scala-Aufsichtsratsmitglieder beeindruckt gewesen seien vom Protest der Sängerin Cecilia Bartoli: Sie hat Mailänder Aufführungen aus Solidarität mit Pereira abgesagt. Auch das Personal der Scala demonstriert gegen Pereiras Absetzung: «Il Teatro alla Scala sostiene Pereira» stand auf Plakaten, die sie ans Theater geheftet hatten – in Anlehnung an den Bestsellerroman von Antonio Tabucchi. Pereira habe Stabilität und Sicherheit gebracht; anders als früher wurde unter seiner Leitung nie gestreikt an der Scala.

Aber der Entschluss steht fest: Ab Sommer 2020 wird neben Pereira auch Dominique Meyer in der Scala wirken. Ein Jahr lang werden sie das Haus gemeinsam leiten. Dann wird die Ära Pereira endgültig vorbei sein.

suk

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