Proton bringt Bewegung

Jung und in Aufbruchstimmung: Das Ensemble Proton steht vor dem Debütkonzert und bringt Berns Musikszene in Bewegung.

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Neues im Zeichen der Neuen Musik: Am Wochenende präsentiert sich ein neues Kollektiv in der Dampfzentrale. Es soll nicht einmalig bleiben. Künftig werden die jungen Musikerinnen und Musiker hier als Ensemble inResidence ein- und ausgehen. «Das Ensemble Proton schliesst in Bern eine Lücke», sagt Christian Pauli, Co-Leiter Musik in der Dampfzentrale. «Ein festes, an die Dampfzentrale angegliedertes Ensemble ist eine wichtige Ergänzung für uns. Es garantiert Kontinuität und Qualität im Bereich Neue Musik, den wir schwerpunktmässig vertreten.»

Vorbilder in Zürich und Basel

Seit das Hausensemble am Zentrum Paul Klee, das Ensemble Paul Klee, den Fokus auf zeitgenössische Musik geöffnet hat, fehlt in Bern ein professionelles Ensemble, das sich auf Neue Musik konzentriert. In Basel und Zürich findet man bereits Beispiele dafür, was in Bern möglich wäre. In beiden Städten sind Ensembles für Neue Musik aktiv, die sich national und international profiliert haben. Dank der mobilen Struktur können sie auf unterschiedliche Besetzungen zurückgreifen. Das Ensemble Phoenix Basel wurde 1998 gegründet und ist seit 2002 als Ensemble inResidence mit eigenem Proberaum und eigener Konzertreihe in der Gare du Nord tätig. Mit 25 Mitgliedern realisiert das praktisch gleich grosse Zürcher Collegium Novum, das von der Stadt Zürich subventioniert wird, seit Jahren eine eigene Konzertreihe und sucht erfolgreich die Zusammenarbeit mit anderen Konzertorten.

Beim Ensemble Proton ist die Finanzierung längerfristig noch nicht gesichert. «Wir werden projektbezogen ein Fundraising aufbauen und Stiftungen angehen», sagt Oboist und Initiant Martin Bliggenstorfer. Die Dampfzentrale unterstützt die Gruppe mit Know-how und Infrastruktur. Neben Bliggenstorfer gehören zum Kern der Gruppe die Musiker Mirjam Loetscher, Samuel Fried, Vera Schnider und Thiemo Schutter. Als Dirigent konnte Matthias Kuhn gewonnen werden, als künstlerischer Leiter der Berner Musiker und Komponist Christian Henking. Neben dem neuen Ensemble wird auch das Protonwerk ins Leben gerufen. Diese Plattform für zeitgenössische Musik steht für die enge Zusammenarbeit mit jungen Komponisten und den Austausch mit aussereuropäischen Instrumentalisten.

Ein Büro für Neue Musik

Schliesslich stehen organisatorisch Neuerungen zur Diskussion, wie Cécile Olshausen festhält, Präsidentin der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik Bern (IGNM). Mit einem Büro für Neue Musik, in dem die Fäden von IGNM, WIM (Werkstatt für improvisierte Musik) und Dampfzentrale zusammenlaufen, könnten Kräfte gebündelt und die Neue Musik in Bern gestärkt werden.

Das erste Konzert von Proton ist Schweizer Komponisten gewidmet. Zu hören sind Werke von Hermann Meier, Michel Roth, Balz Trümpy und Jacques Wildberger. Ein zweites Konzertprojekt wird das Ensemble Proton zum Thema Robert Walser erarbeiten. Es kommt im Herbst 2011 im Rahmen des Musikfestivals Bern zur Aufführung. (Der Bund)

Erstellt: 17.12.2010, 12:55 Uhr

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