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Woody Allen thematisiert Sex mit einer 15-Jährigen

Älterer Mann, jüngere Frau – der New Yorker Filmemacher begibt sich mit seinem neuen Film erneut aufs Glatteis

Woody Allen dreht auch mit 81 Jahren noch Film um Film. Im übernächsten, der gerade in New York entsteht, geht es auch um Sex mit einer 15-Jährigen.
Woody Allen dreht auch mit 81 Jahren noch Film um Film. Im übernächsten, der gerade in New York entsteht, geht es auch um Sex mit einer 15-Jährigen.
Keystone
Gespielt wird diese von der 19-jährigen Elle Fanning, die zuletzt in «The Beguiled» von Sofia Coppola zu sehen war. Verführt wird sie bei Woody Allen vom 25 Jahre älteren Jude Law.
Gespielt wird diese von der 19-jährigen Elle Fanning, die zuletzt in «The Beguiled» von Sofia Coppola zu sehen war. Verführt wird sie bei Woody Allen vom 25 Jahre älteren Jude Law.
Keystone
Der Film mit dem Titel «A Rainy Day in New York» wird gegenwärtig in Manhattan gedreht: Elle Fanning, Jude Law und Woody Allen am 18. Oktober auf dem Set.
Der Film mit dem Titel «A Rainy Day in New York» wird gegenwärtig in Manhattan gedreht: Elle Fanning, Jude Law und Woody Allen am 18. Oktober auf dem Set.
James Devaney/GC Images
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Der nächste Woody-Allen-Film «Wonder Wheel» kommt bei uns erst Ende Januar ins Kino, aber für Schlagzeilen sorgt bereits sein übernächster, den er gegenwärtig in New York dreht. Jude Law spielt darin einen 44-Jährigen, der mit zahlreichen jüngeren Frauen schläft. Darunter einer Minderjährigen.

Wie das amerikanische Klatschportal Page Six schreibt, behauptet die 15-Jährige – gespielt von Elle Fanning (19) – zuerst, bereits 21 Jahre alt zu sein. Sie will dann vom verheirateten Verführer wissen, ob er eigentlich mit all diesen Frauen aus Freude schlafe oder ob er für ein Projekt recherchiere. Und es soll auch eine Sexszene zwischen den beiden geben.

Gut möglich, dass dabei die Fantasie mit den Machern des Klatschportals durchgegangen ist: Sex ist zwar oft ein Thema in den gegen 50 Kinofilmen des mittlerweile 81-Jährigen, aber nackte Haut wird praktisch nie gezeigt. Meist geht es um das Reden zuvor und danach. Was der Brisanz, dass ausgerechnet Woody Allen eine solche Beziehung thematisiert, keinen Abbruch tut: Er ist mit Soon-Yi Previn verheiratet, der Adoptivtochter seiner langjährigen Lebensgefährtin Mia Farrow. Die Beziehung begann, als er noch mit ihrer Mutter zusammen war.

Beziehungen mit Jüngeren haben Tradition

Ausserdem wird Woody Allen beschuldigt, in den frühen 1990er-Jahren seine damals siebenjährige Stieftochter Dylan Farrow missbraucht zu haben. Diese selber wiederholte die Vorwürfe 2014 in einem offenen Brief. Der Regisseur wurde allerdings, trotz Untersuchungen, strafrechtlich nie belangt. Er bestritt die Vorwürfe stets heftig und tat diese als Racheaktion seiner Ex-Frau Mia Farrow ab.

Rein filmisch wäre es nicht das erste Mal, dass Woody Allen eine Beziehung zwischen einem älteren Mann und einer viel jüngeren Frau thematisiert: In seinem für viele besten Film «Manhattan» verkörperte der damals 42-Jährige 1979 einen Komödienschreiber, der sich in eine 17-Jährige – gespielt von Mariel Hemingway – verliebte. In «Husbands and Wives» hatte seine Figur eine Beziehung mit der 37 Jahre jüngeren Juliette Lewis, und in «Mighty Aphrodite» betrug die Altersdifferenz 31 Jahre zu Mira Sorvino.

Weinstein – «ein trauriger, kranker Mann»

«Mighty Aphrodite» wurde von Miramax in die US-Kinos gebracht, dem von Harvey Weinstein gegründeten Verleih. Im Skandal um den Filmmogul spielte Woody Allen auch eine unglückliche Rolle und sprach zuerst von einer «Hexenjagd, die traurig für alle Beteiligten sei». Erst als das heftige Reaktionen auslöste, präzisierte er: «Als ich sagte, dass es mir für Harvey Weinstein leidtut, meinte ich, es wäre klar, dass ich sagen wollte, er sei ein trauriger, kranker Mann.»

Wie weit der Skandal um den Mogul, der kraft seiner Position Frauen missbrauchte, in Woody Allens übernächstem Film auch Thema sein wird, muss sich weisen. Ausser den Darstellern ist noch wenig bekannt: Neben Jude Law und Elle Fanning sind auch Selena Gomez und Liev Schreiber dabei. Und einen Titel hat das Werk, das wohl erst in einem Jahr zu sehen sein wird, seit wenigen Tagen auch. Es heisst «A Rainy Day in New York».

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