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Seins oder nicht seins?

Sex, Inzucht, Action: Hollywood-Regisseur Roland Emmerich hat sich Shakespeare vorgenommen. Das wirklich Schockierende: Sein Film ist gar nicht übel.

Vor 4oo Jahren schrieb Shakespeare seine Stücke, vor 150 Jahren wurden erstmals Zweifel laut, ob er sie selber verfasst hat. War es wirklich ein einzelner genialer Geist, der die grössten Dramen unserer Kulturgeschichte erdacht und aufgeschrieben hat? Oder waren es mehrere? Auch Christopher Marlowe, Francis Bacon und Königin Elizabeth werden seither als «wahre» Shakespeares ins Gespräch gebracht.

Die gescheitesten Köpfe der Welt, darunter Nietzsche oder Freud, stritten sich über die Autorschaft – und heute hat die Debatte auch Zürich erreicht. Im Kino Corso stellte Roland Emmerich seinen Film «Anonymous» vor, der die Shakespeare-Frage zum Thema hat. Danach stand er der Literaturprofessorin Elizabeth Bronfen, die ihre Anglistik-Studenten mitgebracht hatte, Red und Antwort.

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