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Schweizer Firma verfilmt Andy Hugs Leben

Andy Hug ist eine der grössten Schweizer Sportler-Legenden. Nun soll sein Leben in Hollywoodmanier verfilmt werden.

Schweizer Sport-Legende Andy Hug.
Schweizer Sport-Legende Andy Hug.

Die Produktionsfirma C-Films will das Leben der Schweizer Karate-Legende Andy Hug verfilmen. Die Biografie des Schweizer Kampfsportlers, der vor zehn Jahren tragisch an Leukämie starb, dient allerdings nur lose als Vorlage, wie C-Films-Geschäftsleiter Michael Steiger gegenüber «20 Minuten» sagte. Das Ganze sei seine eigene Idee gewesen, zumal er seit Jahren ein Fan von Andy Hug sei. Das Drehbuch steht, und bereits nächstes Jahr soll mit dem Filmen begonnen werden.

Die Besetzung ist allerdings noch nicht klar. Wer Regie führen und wer allenfalls die Hauptrolle übernehmen wird, ist noch völlig offen, dies hänge davon ab, ob der Film in Japan Unterstützung finde, so Steiger. Es soll aber kein Dokumentarfilm werden, sondern die Story werde stark fiktionalisiert, so Steiger weiter.

Meister des K1

Hug wuchs in ärmlichen Verhältnissen in der Schweiz auf. Nach einer schwierigen Kindheit, fand er seine Berufung im Karate und wurde mit 15 Mitglied der Nationalmannschaft. Mit 17 gründete er bereits seine eigene Karateschule. Als 21-Jähriger wurde Hug Europameister bei den Amateuren, zwei Jahre später wurde er überraschend Vize-Weltmeister.

Mit 28 nahm er bei den Karate-Weltmeisterschaften in Osaka teil und wurde auf Anhieb der erste nicht-asiatische Weltmeister. Durch seine zurückhaltende Persönlichkeit und Freundlichkeit passte er ideal ins Bild des Japaners, und seinem Mythos stand nichts mehr im Wege. In der Folge wurde Andy Hug das Zugpferd der neu gegründeten Kampfsportart K1 und wurde in Japan zum Idol und Volkshelden.

Mit dem Erfolg kehrte Andy Hug wieder in die Schweiz zurück und lancierte die legendäre K1-Night von Zürich, die er in den nächsten sechs Jahren unbesiegt bestritt. Sein Tod im Jahr 2000 kam absolut unerwartet. Am 17. August wurde bei ihm akute Leukämie diagnostiziert. Am 23. August fiel er ins Koma und die Öffentlichkeit erfuhr erstmals etwas von der schrecklichen Krankheit. 22 Stunden später starb er und hinterliess seine Frau Ilona und seinen Sohn Seya.

Steigers Produktionsfirma wurde bekannt mit Filmen wie «Grounding» oder «Marcello, Marcello».

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