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Schalk und Eros

Der Schauspielerin Julie Gayet wird eine Affäre mit dem französischen Präsidenten nachgesagt. Und plötzlich dringt Politik in ein sehr leichtes Leben.

Machte zuletzt vor allem mit romantischen Komödien auf sich aufmerksam: Schauspielerin Gayet, hier am Filmfestival in Cannes. (22. März 2006)
Machte zuletzt vor allem mit romantischen Komödien auf sich aufmerksam: Schauspielerin Gayet, hier am Filmfestival in Cannes. (22. März 2006)
Keystone
Hat keine grossen Preise gewonnen: Die Schauspielerin am International Film Festival in Tokio. (25. Oktober 2009)
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Keystone
Liebe sieht anders aus: Offiziell ist Francois Hollande noch mit der Journalistin Valerie Trierweiler liiert. (6. Mai 2012)
Liebe sieht anders aus: Offiziell ist Francois Hollande noch mit der Journalistin Valerie Trierweiler liiert. (6. Mai 2012)
Keystone
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Es ist ein Scheinwerferlicht der unangenehmen Art, das sich gerade auf die Schauspielerin Julie Gayet richtet. Das Magazin «Closer» berichtet von einer Affäre Gayets mit dem 24. Präsidenten der Republik, François Hollande. Ganz Frankreich schaut auf die zwei. Doch dementiert wird nichts – weder im Elysée noch von Gayet selber.

Die so adrette wie kultivierte Gayet passt bestens in die lange Reihe der heimlichen Geliebten von Frankreichs Mächtigen. Aufgewachsen ist die 41-Jährige in gutbürgerlichem Haus in Suresnes, einer Gemeinde 12 Kilometer von Paris. Ihr Vater war Chirurg, die Mutter Antiquitätenhändlerin. Schon mit 17 zog Gayet nach London, um Schauspiel zu studieren.

Vor allem romantische Komödien

Gayet gehört zwar nicht zur künstlerischen Crème de la Crème der Grande Nation, aber doch immerhin zur nationalen Schauspielprominenz. Seit ihrem Debüt 1993 spielte sie in über 60 Spielfilmen, Kurzfilmen und Serien mit. 1997 erhielt sie für eine Rolle in Laurent Bouhniks «Select Hotel» ihre bisher grösste Auszeichnung, den Prix Romy Schneider. Gayet spielte eine Junkie-Prostituierte, wurde gelobt als wandlungsfähige Darstellerin.

Zuletzt war Gayet allerdings vor allem in romantischen Komödien zu sehen. In Filmen wie «Un baiser s'il vous plaît» (2007), der von den weitreichenden Folgen eines einzigen Kusses handelt, oder «L'art de séduire» (2011), in dem ein verliebter Psychoanalytiker einen seiner Patienten anheuert, einen krankhaften Anbaggerer, um Gayet zu verführen. Ihr jüngster Film war «Les âmes de papier», hier mimt Gayet eine Witwe, die mit einem Grabreden-Schreiber eine Beziehung eingeht.

Der «gute Zuhörer» Hollande

In den letzten Jahren nahm Gayet, die seit 2003 mit dem argentinischen Regisseur Santiago Amigorena verheiratet ist und mit ihm auch zwei Kinder hat, vermehrt Aufgaben hinter und abseits der Kamera wahr. Seit 2009 produzierte sie sieben Filme, und sie amtiert regelmässig als Jurorin am Filmfestival von Cannes. 2012 begleitete sie den sozialistischen Präsidentschaftskandidaten François Hollande während seiner Kampagne. In einem Video lobte sie Hollande als «bescheiden» und als «guten Zuhörer».

Als sie im März vergangenen Jahres erstmals mit den Gerüchten konfrontiert wurde, sie habe mit Hollande eine Affäre, bot sie ihre Anwälte auf. Heute schweigt die Schauspielerin, die ihre erste Hauptrolle 1994 in einem Streifen namens «Les cent et une nuits de Simon Cinéma» hatte. In diesem Film spielt sie eine junge Frau, die das Gedächtnis ihrer Mitmenschen manipulieren kann. Sie würde wohl einiges dafür geben, wenn sie diese Fähigkeit nun auch im realen Leben einsetzen könnte.

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