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Propaganda im Kinderzimmer

Politische Botschaft oder harmloser Kinderfilm? Diese Woche startet in der Schweiz der Animationsfilm «Der Lorax». In den USA sorgte der Film bereits für eine Debatte.

Ein Waldschrat unter Beschuss: Zuerst bemängelten Filmkritiker die Umsetzung des Kinderbuchklassikers von Theodor Seuss aus den 70ern. Dann ereiferten sich konservative Gemüter: «Der Lorax» indoktriniere Amerikas Kinder, fand Ex-CNN-Mann Lou Dobbs, der jetzt bei Fox eine eigene Sendung hat und dort eine Kampagne gegen den Animationsfilm mit der kurligen, orangefarbenen Hauptfigur ritt.

Im Film, der immer wieder mit gesungenen Passagen aufwartet, geht es um Umweltschutz und Konsumverhalten. In einer Stadt, die vollständig aus Plastik besteht und in der keine einzige Pflanze mehr echt ist, macht der Konzernchef O'Hare das grosse Geld mit dem Verkauf von Sauerstoff. Niemand scheint Bäume und Blumen zu vermissen. Schon im ersten Lied verkünden die Einwohner von Thneedville, dass sie sich nicht an Smog, Abfall und Chemikalien stören, auch wenn dadurch die Kinder unheimlich leuchten.

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