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Oliver Stone: «Medien sind jüdisch dominiert»

Der umstrittene Regisseur sprach in einem Interview von den «jüdisch dominierten Medien». Nun hat er sich entschuldigt.

Oliver Stone ist immer für eine Kontroverse gut. So auch mit seinen jüngsten Aussagen zu Hitler und dem Judentum. Stone äusserte si in einem Interview, das er der Londoner «Sunday Times» gab, ursprünglich um seinen neuen Film über Politik in Südamerika zu bewerben. Aber dann verhedderte er sich, wie schon oft, in der Geschichte. «Hitler war ein Frankenstein, aber es gab auch einen Dr. Frankenstein», so verharmloste Stone den deutschen Diktator, was verzeihlich wäre, hätte er nicht auch gleich noch die Opfer gegeneinander ausgespielt. «Das waren die deutschen Industriellen. die Amerikaner und die Briten. Er bekam viel Unterstützung. Hitler hat der russischen Bevölkerung weit mehr geschadet, als dem jüdischen Volk.»

Danach äusserte sich Stone über die «jüdische Dominanz in den Medien» und dass Israel die amerikanische Aussenpolitik über Jahre hinweg vermasselt habe. Blogger griffen Stones Aussagen auf und verbreiteten sie, bis das «American Jewish Committee» reagierte. Direktor David Harris distanzierte sich von Stones Aussagen, die «groteske, giftige Stereotypen» bemühten. Stone habe sich als Antisemit geoutet, sagte Harris. Stone ist selbst jüdischer Abstammung. Um seine Aussagen zu klären publizierte er kurz darauf selber ein Statement und entschuldigte sich: «Die Juden kontrollieren ganz offensichtlich weder die Medien, noch sonst irgend eine Industrie», heisst es darin.

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