«Messies sind wie Sand im Getriebe»
Der Berner Filmemacher Ulrich Grossenbacher porträtiert vier Menschen, die nichts wegwerfen können. Er verrät, wie sich in Bergen von Krimskrams überhaupt filmen lässt und dass man da auch Komik findet.

Boulevardmedien und Privatsender blicken seit ein paar Jahren regelmässig in Messie-Wohnungen: Warum tun Sie das auch? Der Auslöser war Thomas, einer der vier Protagonisten im Film. Ich kenne ihn schon lange. Vor fünf Jahren erzählte er mir, dass er Messie sei und was das für ihn bedeute. Mich faszinierte, dass diese Menschen nicht wegen einer Depression, einer Drogensucht oder aus Gleichgültigkeit im Chaos versinken, sondern im Gegenteil aus einem Über-Interesse an der Welt. Ihre Ansammlungen sprengen dann halt einfach den üblichen Rahmen.