Mein ganz persönlicher Krisenherd
Katrin Barben vergass, was sie an der Filmschule gelernt hatte, und besetzte ihren ersten langen Spielfilm mit Laien. Echte Menschen, die auch echt wirken, zeigte aber ein anderer an den Solothurner Filmtagen.

«Da ist der Wurm drin.» Das denkt Luk, der Beizer, mehr als einmal. Da steht das Fest zum 10-Jahr-Jubiläum seines Lokals an, vor ihm türmt sich die Arbeit wie der Wäscheberg in seiner Wohnung – und im letzten Moment sagt auch noch die Band ab. Nicht besser geht es der Kunststudentin Jo, die blockiert auf ein leeres Blatt starrt, während der Prüfungstermin näher rückt. Und auch die Kreativität von Musikerin Gibsi lässt sich nicht mehr mit dem üblichen Morgen-Joint anschieben, neue Sound-Software hin oder her. Kurz: Luks Kopf ist übervoll, Jos Herz ist leer, und Gibsis Bildschirm bleibt irgendwann schwarz.