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Lost in Translation

Müüsli, Chätzli, Strudeli? Im heutigen Kurzfilm «Der ewige Tourist» verirrt sich ein Mann im Hotel zwischen seinen Frauen.

Ferien. Die Zeit für Streit! Und für amouröses Irren und Wirren! Zum Beispiel im Strandhotel in Spanien, wo Sven (Andreas Daniel Müller) zwischen seinen weiblichen Gelegenheiten hin und herpendelt. Er arbeitet dort als Animateur für die, die kommen und gehen. Aber eigentlich ist er es, der in den leicht lynchesken Hotelgängen und einem affigen Kostüm herumirrt und immer wieder von anderen Frauen vor die Tür gestellt wird.

Eine heisst Strudeli, eine andere Müüsli, dann gibt es noch das Chätzli, und zwischen den Kosenamen verliert Sven ein wenig die Übersicht über seinen Liebesfahrplan. Bringt die Dinge durcheinander, versteht die feinen Unterschiede nicht mehr zwischen Verbrauchsmaterial und Beziehungsstoff, versucht zu retten, was schon verloren ist. Wobei: Anna Schinz spielt gleich alle drei Frauen, womit «Der ewige Tourist» auch die Vorstellung der einen, grossen Liebe ironisiert.

Sowieso, den Film durchzieht eine gut erkenn- und hörbare Demontage der Romantik. Die knapp halbstündige, konzentriert überdrehte Kurzkomödie war 2011 Lorenz Suters Diplomfilm an der Hochschule der Künste in Zürich. 2012 war der Zürcher mit seinem Film nominiert für einen «Student Oscar», zudem gewann er den Kurzfilmpreis der Stadt Winterthur.

Übrigens: Gedreht wurde im Zürcher Hotel Atlantis – und mit der Hilfe von ein paar digitalen Tricks.

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