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Kurzfilm der Woche: Puppenphilosophie

In Géraldine Rods «So Perfect!» stellen sich zwei Schaufensterfiguren die ganz grossen Fragen.

«Made in China» steht auf dem Arm der Schaufensterpuppe, die tagein tagaus auf das gleiche Trottoir starrt. So erstaunt es nicht, dass sie mit ihrer Schaufensterkollegin Chinesisch spricht. Sollen sie die Menschen beneiden, die an ihrem Fenster vorbei durch die Strassen eilen, frei bestimmend, wohin sie gehen wollen? «Sie haben kein Ziel vor Augen», ist sich die eine Puppe sicher, und überhaupt: Was soll man schon von Wesen halten, die sich mehr für Mode interessieren als für Politik? Immerhin verleiht dies den Puppen ein Gefühl der Erhabenheit. Bis der Ladenbesitzer an ihren Qualitäten zweifelt...

Die Lausannerin Géraldine Rod studierte Film an der Hochschule für Kunst und Design in Genf; derzeit absolviert sie ihren Master an der Kunsthochschule für Medien Köln. Ihr neuester Kurzfilm «Rat de marée» wurde soeben an den Solothurner Filmtagen in der Sektion «Upcoming Talents» gezeigt.

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