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«In Syrien lebt ein Drache mit vielen Köpfen»

Der syrische Filmemacher Ossama Mohammed wirft dem Westen vor, er habe die Syrer im Stich gelassen und sei dabei, Terroristen zu züchten. Am Filmfestival in Freiburg präsentiert er Filme aus dem Innern des Bürgerkriegs.

Videogramm der Grausamkeit: Ossama Mohammeds Kriegsgemälde «Silvered Water». Foto: FIFF
Videogramm der Grausamkeit: Ossama Mohammeds Kriegsgemälde «Silvered Water». Foto: FIFF

Die USA haben Verhandlungen mit Assad angekündigt. War diese ­Entwicklung unausweichlich?

Sie überrascht mich nicht. Es braucht Hoffnung, um für Syrien eine Lösung zu finden und zu einem Zustand zurückzukehren, in dem kein Krieg herrscht. Hoffnung, verbunden mit Gerechtigkeit. Dass man nun mit dem Regime verhandeln will, verstösst jedoch gegen jede Logik der Hoffnung. Die Machthaber in Syrien müssen ausser Gefecht gesetzt werden. Jene, die das Massaker an der syrischen Bevölkerung befohlen haben, können nicht Teil der Lösung sein. Sie haben vier Jahre lang eine massive Zerstörung angerichtet, Tag für Tag. Nun verlangt man von den Syrern, dass sie damit einverstanden sind, dass sie Sklaven bleiben.

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