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Hollywoods Super-Blondine

Distanziert, geheimnisvoll, kühl: An January Jones hätte Alfred Hitchcock seine Freude gehabt.

Wäre January Jones 50 Jahre früher geboren, Hitchcock wäre nicht um sie herum gekommen. Zumal unter der oberflächlichen Kühle von Hitchcocks Blondinen ja auch eine erotische Komponente bemerkbar ist. Und von letzterer hat Jones genug, die 32-Jährige wird bereits als Hollywoods neustes Sex-Symbol gehandelt.

Das ist auch den Casting-Agenten nicht entgangen. Jones wurde für den Film «Unknown Identity», der morgen in Schweizer Kinos anläuft, die Hauptrolle angeboten. An der Seite von Liam Neeson spielt sie die Ehefrau eines Wissenschaftlers, der fürchten muss, nach einem Autounfall seine Identität verloren zu haben – wobei Jones ihren Mann vermeintlich nicht wiedererkennt. Bis zuletzt lässt der Film den Zuschauer im Dunkeln tappen, was Jones für ein Spiel spielt.

Durchbruch mit «Mad Men»

Privat verlief das Leben der Amerikanerin unkonventioneller. In South Falls, einem Kaff in South Dakota, aufgewachsen, zog sie mit 18 nach New York, wo sie sich als Model versuchte. Über Aufträge für Kataloge kam sie aber nicht hinaus – Jones ist bloss 1.65 Meter gross. (Für Kussszenen mit Liam Neeson, der 25 Zentimeter grösser ist als sie, wurde sie auf eine Apfelkiste gestellt).

Weils mit dem Modeln nicht klappen wollte, versuchte Jones es mit der Schauspielerei. Die ersten kleineren Rollen ergatterte sie in Filmen wie «The Glass House», «Bandits», «Full Frontal» und «Love Actually». Die erste Hauptrolle folgte dann 2005 in «Three Burials – Die Begräbnisse des Melquiades Estrada» unter der Regie von Tommy Lee Jones.

Richtig bekannt wurde Jones durch «Mad Men». Die stilprägende Serie spielt in einer PR-Agentur Anfang der 60er-Jahre in New York. Die Männer qualmen eine Zigarette nach der anderen und die Frauen servieren Cocktails. In der Serie spielt Jones Betty Draper, die Ehefrau des untreuen Werbers Don Draper. Obwohl ständig betrogen, sieht Betty immer strahlend schön aus – in den frühen 60er-Jahren war eine hübsche Fassade gefragt.

Wie Grace Kelly

So sexistisch-oberflächlich die «Mad-Men»-Rolle auf den ersten Blick ist – wer January Jones aus der Serie kennt, weiss, weshalb sie als «neue Grace Kelly» bezeichnet wird: Eine klassischere Blondine hat Hollywood lange nicht mehr gesehen. Wobei sich auch «Mad Men» respektive die Figur der Betty Draper auf Hitchcock beruft: Unter der blonden Oberfläche brodelt es gewaltig.

Jones spielt die Rolle derart überzeugend, dass man sie sich ohne eingerollte Haare und Bleistiftrock fast nicht vorstellen kann. Dass sie aber auch ohne Retrolook das Zeug hat, eine Stilikone wie Grace Kelly zu werden, zeigt sie auf den roten Teppichen dieser Welt. Und so begeisterte sich auch Star-Fotograf Mario Testino für die Schauspielerin und lichtete sie für die Luxusmarke Versace ab.

Gemäss einem Spiegel-Interview setzt sich Jones für Haie ein – sonst ist über ihr Privatleben nicht viel bekannt. Wie die meisten aufstrebenden Hollywood-Schauspielerinnen konzentriert sie sich auf ihre Karriere. Zwar war sie bis vor kurzem mit US-Komödiant Jason Sudekis liiert, die Beziehung ging wegen «räumlicher Distanz» aber in die Brüche. Distanziert, geheimnisvoll, blond: Jones scheint Hitchcocks Blondinen-Credo verinnerlicht zu haben.

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