Herumirren ist menschlich
In letzter Zeit sind in Bern mehrere Spielfilme entstanden, es war gar die Rede von einer neuen Berner Spielfilmblüte. Nun, an den Solothurner Filmtagen, sind die ersten davon zu sehen. Der Befund: Perfekt sind die Werke nicht – dafür vielversprechend eigensinnig.

In dieser Landschaft ist der Mensch an sich ja schon ein Witz. Ein Fremdkörper in Funktionskleidung, der ameisengleich durch die monumentale Einöde aus Geröll stolpert. Und es sind gleich mehrere Exemplare, die der Berner Regisseur Felix Tissi in «Welcome to Iceland» in die isländische Steinwüste stellt. Einen suizidalen Anzugträger (Dominique Jann). Ein junges, rockiges Pärchen mit Autopanne (Maryam Zaree und Nicola Mastroberardino). Und eine vierköpfige Familie, die fröhlich singend um eine Felsecke biegt (mit Marcus Signer und Julia Brendler als Eltern). «Eine Gruppenreise hatten wir eigentlich nicht vor», grantelt der Familienvater. Allerdings scheint es angebracht, dass man sich zusammentut, schliesslich hat das GPS der Familie den Geist aufgegeben.