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Gemütliches Ghetto

Filmregisseure haben es schwer, wenn sie in der Schweiz eine Grossstadtszene drehen wollen. Es fehlen die geeigneten Kulissen.

Die rauhen Ecken werden rar: Auch dieses Eckhaus an der Zürcher Langstrasse weicht einem Neubau. Foto: Ennio Leanza (Keystone)
Die rauhen Ecken werden rar: Auch dieses Eckhaus an der Zürcher Langstrasse weicht einem Neubau. Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Wer in Holland einen Alpenfilm drehen will, hat ein Problem: Es gibt dort keine Berge. Wer in der Schweiz einen Grossstadtfilm machen möchte, hat ein ähnliches Problem: Es gibt hier keine Grossstädte.

Das führt gerade der viel gelobte Film «Chrieg» vor. Von ihrer Therapie-Alp fahren die schwer erziehbaren Jugendlichen immer wieder in eine namenlose Stadt hinunter, um sich dort zu holen, wovon sie träumen: Geld, Autos, Sex, Gewalt. Diese Stadt soll böse wirken: Hinterhöfe sind zugemüllt, die Strassen düster. Überall stehen Prostituierte, lungern Dealer und Süchtige.

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