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Gegen den digitalen Code

Die 50. Solothurner Filmtage wurden gestern eröffnet. Alain Berset hielt eine ­hübsche Rede, und es gab ein Drama vom anderen Ufer.

Kulturminister Alain Berset hielt in Solothurn die Eröffnungsrede. Foto: Keystone
Kulturminister Alain Berset hielt in Solothurn die Eröffnungsrede. Foto: Keystone

Alle waren stolz. Stolz auf 50 Jahre Filmtage Solothurn, sie wurden gleich umgetauft in «Feiertage». Stolz auf die frechen jungen Filmer, die die Schweiz infrage stellen, immer wieder. Danke, Jungfilmer! Stolz auf die Unruhe, die das Festival in all den Jahren mit engagiertem Nestbeschmutzerkino ausgelöst hat (auch wenn es in den Anfängen, so Direktorin Seraina Rohrer in ihrer Begrüssung, ein «Damenprogramm» gab, während die Männer ihren Wein tranken). Der ganze Stolz roch bald ein wenig nach Bevormundung. Als müsse man dem Kino die kritische Rolle zuerst erlauben, bevor es seine unangenehmen Fragen aufwerfen darf.

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