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«Für die Polizisten waren es 100 schwarze Prostituierte weniger»

Der Brite Nick Broomfield bewertet am Zurich Film Festival die Dokumentarfilme. In seinen eigenen Porträts nähert er sich dem Bösen und den Mördern.

Nick Broomfield erkundet das Unfassbare.
Nick Broomfield erkundet das Unfassbare.
ZFF

Sie hat die Augen weit aufgerissen, auf einmal hat sie den Ausdruck einer Wahnsinnigen: Aileen Wuornos, Prostituierte, Lesbe, Freiermörderin und Inspiration für den Film «Monster» mit Charlize Theron. Bevor sie hingerichtet wurde, hat der britische Dokumentarfilmer Nick Broomfield zwei Filme über sie gedreht, in denen er immer wieder selbst ins Bild wackelte mit Tonangel und Aufnahmegerät. Aus dem Off hörte man seinen trocken anklagenden Kommentar: Broomfields Filme sind Investigationen ins Unerhörte, sie schälen Unstimmigkeiten heraus und erwecken Mitgefühl für das Böse. Am Zurich Film Festival, wo Broomfield als Jurymitglied den internationalen Dokumentarfilmwettbewerb beurteilt, wird sein neuestes Porträt «Tales of the Grim Sleeper» gezeigt.

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