Für die Freiheit 
des Films

150 Filme aus 57 Ländern: das Programm der 29. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg.

«Corn Island» von Regisseur ­George Ovashvili, ist einer der zwölf Langfilmen im internationalen Wettbewerb der 2010 in Freiburg den Regard d’Or gewann

«Corn Island» von Regisseur ­George Ovashvili, ist einer der zwölf Langfilmen im internationalen Wettbewerb der 2010 in Freiburg den Regard d’Or gewann

(Bild: zvg/fiff.ch)

Regula Fuchs

Freiheit – das ist das Motto der 29. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg (FIFF), das am 21. März beginnt. Ein Allerweltsthema? Warum auch nicht, bei einem Festival, das sich dem Filmschaffen aus aller Welt verschrieben hat – 150 Filme aus 57 Ländern sind heuer affichiert.

Schliesslich kommen in Freiburg auch jene Themen auf die Leinwand, die zeigen, dass Freiheit womöglich mehr denn je ein rares Gut ist. So gibt es heuer Sektionen zu Humor und Erotik – wo­rü­ber gelacht und wie viel Haut gezeigt werden darf, ist ja auch eine Frage der Freiheit. Werke von Jacques Tati («Playtime» in restaurierter Fassung) oder Jean-Marc Barr («Too Much Flesh») stehen da auf dem Programm. Der franko-amerikanische Regisseur wird überdies für eine Masterclass erwartet.

Syrische Leidensgeschichte in 42 Dokumentarfilmen

Anwesend ist auch der nach Paris emigrierte Syrer Ossama Mohammed, der vom Festival eine Carte blanche erhalten hat und nun eine Art syrischer Leidensgeschichte in 42 ausgewählten Dokumentarfilmen erzählt. Mohammeds eigener Film «Silvered Water, Syria Self Portrait», das Dokument des Zusammenbruchs eines Landes, ist ebenfalls im Programm. Weiter gibt es eine Sektion zum indigenen Kino Nordamerikas, Kinder- und Mitternachtsvorführungen.

Und last but not least: der internationale Wettbewerb mit zwölf Langfilmen. Darunter der Spielfilm eines tibetischen Mönchs («Ata»), ein Film aus der Dominikanischen Republik über eine lesbische Liebe mit Schauspielerin Geraldine Chaplin, oder «Corn Island» von Regisseur ­George Ovashvili, der 2010 in Freiburg den Regard d’Or gewonnen hatte.

Auch der grösste Abwesende unter den aktuellen Filmemachern ist im Wettbewerb: Jafar Panahi, der im Iran mit einem Ausreise- und Berufsverbot belegt ist. Sein Film «Taxi», der an der vergangenen Berlinale den Goldenen Bären gewann, ist im Rennen um den Regard d’Or. 21. bis 28. März. www.fiff.ch

Der Bund

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