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Eine Revolution in vier Minuten

Wie stellte man sich 1964 die Zukunft der Schweiz vor? Der heutige Kurzfilm zeigts.

Hat nichts von seiner Aktualität eingebüsst: «Croissance».

Am Anfang steht da nur eine Person in dunklen Kleidern. Dann sind es plötzlich drei. Und innert kürzester Zeit ist das Bild flächendeckend mit Menschen zugepflastert. Kein Plätzchen ist mehr frei.

Heute sind wir 5’700’000 steht da in weissen Buchstaben geschrieben. Und schon bald sind wir 10’000’000. Die apokalyptisch anmutende Szene stammt aus dem Jahr 1964, ist ein audiovisueller Schatz und zu verdanken haben wir ihn der Landesaustellung von 1964.

Ein prägender Film

An der Expo in Lausanne wird das neue Medium, der Film, fragend und kritisch eingesetzt. Der Neuenburger Filmemacher Henry Brandt produzierte eigens für die Landesausstellung fünf Kurzfilme, die sich mit aktuellen Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Arbeit und Entfremdung, Alter und Wohlstandsdenken auseinandersetzten.

Die Filme stellen eine selbstkritische Auseinandersetzung mit der Schweiz von damals dar. Brandts Gegenwartsbezogenheit war prägend für den Neuen Schweizer Film, der derzeit an den Solothurner Filmtagen im Fokus steht.

Wohin mit dem Abfall?

Unser Kurzfilm der Woche ist der vierte Teil von Brandts Serie. «Croissance» heisst er. Zu Deutsch: Wachstum. Es wird aber nicht nur der rasante Anstieg der Bevölkerung thematisiert. Es werden auch andere Probleme angesprochen, die durch die steigende Anzahl an Menschen entstehen.

Wohin mit all dem Abfall? Was tun die Abgase mit unserer Gesundheit? Wollen wir unsere Natur wirklich dem Beton opfern, um noch mehr Häuser zu bauen? Der Film schliesst mit den Fragen: So weitermachen? Vorausplanen? Dass diese Fragen auch ein halbes Jahrhundert nichts von ihrer Dringlichkeit eingebüsst haben, zeigten jüngst eindrucksvoll verschiedene Wahlkämpfe und Abstimmungen.

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