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Eine knallbunte Welt

Ein neuer Hollywood-Film erzählt die Geschichte eines der berühmtesten Zauberreiche der Literaturgeschichte, des Landes Oz. Mila Kunis und James Franco spielen mit.

Mimt die Hexe Theodora: Schauspielerin Kunis.
Mimt die Hexe Theodora: Schauspielerin Kunis.

Mit James Franco, Mila Kunis und Rachel Weisz ist «Oz: The Great and Powerful» prominent besetzt. Wer an den Zauberer von Oz denkt, dem dürften schnell Dorothy, die Vogelscheuche und der Blechmann einfallen, die im wundersamen Land von Oz auf den grossen Magier treffen. Unvergessen ist Judy Garland als wohl berühmteste Dorothy aller Zeiten.

Nun erzählt ein Hollywood-Kracher die Geschichte vor dieser berühmten Geschichte und zeigt, wie das magische Land wurde, was es ist. «Das Land kennt ihr, die Story nicht», bewirbt der Verleih den Film. So viel vorweg: In der Fabelwelt geht es im Grunde genauso zu, wie man sich das vorstellt: prächtige Schlösser, ein Schattenreich, Hexen, ein feengleiches Wesen, der ewige Kampf Gut gegen Böse, Liebe und ein gebrochenes Herz.

In diese knallbunte aber auch zerrissene Welt kracht im wahrsten Sinne des Wortes der etwas zwielichtige Zirkus-Zauberer Oscar Diggs - genannt Oz (James Franco). Er tourt mit einem kleinen Wanderzirkus durch Kansas, versetzt seine Zuschauer in Erstaunen und seine stetig wechselnden Assistentinnen in ausserberufliche Verzückung.

Drei Schönheiten, ein Retter

Als er eines Tages vor einem Mann flieht, dessen Frau er auch kurzfristig zu seiner «Assistentin» gemacht hat, ändert sich sein Leben schlagartig. Damit der Zuschauer das auch auf jeden Fall merkt, wechselt das Werk von Schwarz-Weiss in Farbe. Denn mit dem Heissluftballon, den er zu seinem Fluchtfahrzeug macht, gerät er in einen Wirbelsturm - und findet sich in der knallbunten Welt wieder.

Dort stösst er auf die schöne Hexe Theodora (Mila Kunis), die in ihm nicht weniger sieht als die Erlösung - ihre eigene und die ihres Landes. Sie verliebt sich nicht nur Hals über Kopf in den charmanten Oz, ihr fällt auch gleich die Prophezeiung ein, dass einst ein Zauberer kommen wird, um das Land vom Bösen zu befreien. Das soll Oz nun im Auftrag von Theodoras wunderschöner Schwester Evanora (Rachel Weisz) tun und Widersacherin Glinda (Michelle Williams) ausser Gefecht setzen.

Flach wie ein Kinderfilm

Unterstützung bekommt er vom fliegenden Affen Finley und einer kleinen Porzellan-Puppe. Das Problem: Zaubern kann Oz nicht. Und doch muss er die entscheidende Rolle spielen im Kampf zwischen Gut und Böse - und sich entschliessen, ob er weitermachen will wie bisher, oder Verantwortung übernehmen.

Franco tritt in seinem neuen Film eher unspektakulär auf. Allerdings fordert ihm die Rolle des leichtlebigen Tricksers nicht viel ab. Ähnliches gilt für die Damen Kunis, Williams und Weisz, wobei es Weisz noch am ehesten gelingt, dem Film von Sam Raimi ihren Stempel aufzudrücken.

Das hochkarätig besetzte Disney-Märchen könnte - was die mangelnde Tiefgründigkeit angeht - durchaus ein Zeichentrickfilm sein. Die zum Teil durchaus unterhaltsam erzählte Geschichte ist eher vorhersehbar als spannend, der Plot für einen mehr als zweistündigen Film zu dünn und klischeehaft. Dafür sind die Bilder grandios und die technische Gestaltung mit realen Schauspielern in einer animierten Welt macht zumindest streckenweise Spass.

SDA

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