Zum Hauptinhalt springen

Ein Hanks wie du und ich

Astronaut, Kapitän, Soldat, Pilot: Tom Hanks bringt die Alltagshelden Amerikas auf die Leinwand. Er stellt dar, was wir sein könnten.

Es braucht eine eigene Weltsicht, die Geschichte des Piloten Chesley «Sully» Sullenberger derart bitter nachzuerzählen. Denn eigentlich war der Mann ja erfolgreich: An einem Januartag vor bald acht Jahren schaffte er es, einen Airbus der US-Airways nach doppeltem Triebwerksausfall sicher auf dem Hudson River vor Manhattan notzulanden. Es war erst die vierte erfolgreiche Notwasserung eines Düsenflugzeugs und die erste, bei der alle Insassen ohne gravierende Verletzungen überlebten. Sully wurde gefeiert, Präsident Barack Obama rief an.

Clint Eastwoods Spielfilm «Sully» aber, seit letzter Woche in den Schweizer Kinos, fokussiert auf den Stress danach. Die posttraumatische Belastung des Piloten, die Flashbacks – und auf die endlosen Untersuchungen, das Genörgel der Regierungsbeamten und Aviatikexperten. Im Film ziehen sie in Zweifel, ob Sully richtig gehandelt oder nicht doch das Leben seiner 154 Passagiere und Crewmitglieder gefährdet habe. Die Botschaft ist klar: Der mutige Praktiker der Lüfte wird am Boden von Schreibtischtätern fertiggemacht. Wenn man will, dann hat Ex-Cowboy Eastwood einen Film über die Unmöglichkeit gedreht, heute noch ein Held zu sein.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.