Die Stadtindianer spielen immer noch

Vor vierzig Jahren machte ein wilder Amateurfilm Furore. Der Berner Regisseur Aron Nick fragt nun in seinem «Tscharniblues», was aus den Protagonisten wurde.

Sein Film «Tscharniblues II» ist eine Hymne an die Freundschaft: Aron Nick im Tscharnergut.

Sein Film «Tscharniblues II» ist eine Hymne an die Freundschaft: Aron Nick im Tscharnergut.

(Bild: Adrian Moser)

Regula Fuchs

«Dort oben haben wir etwa eine Woche gewohnt während der Dreharbeiten», sagt Aron Nick. Dort: Das ist eine Wohnung im Tscharnergut in Bern-West, wo die Blöcke ein bisschen aussehen wie penibel hingestellte Bauklötze. Und wir: Das sind, neben Aron Nick, sein Vater Bernhard Nick und dessen Freunde. Sie kamen zusammen, weil der 34-jährige Filmemacher mit «Tscharniblues II» eine Art Gruppenporträt im Sinn hatte. Bäne, Ribi, Stüfi, Yves und Eggi: Sie alle wuchsen im Tscharnergut auf und waren um die zwanzig, als sie 1979 die Idee hatten, hier einen Film zu drehen – im ersten Hochhausquartier der Schweiz, wo in den Sechzigerjahren die Arbeiterfamilien mit ihren Kindern hergezogen waren, weil die Aussicht auf ein Mittelstandsleben ebenso gut war wie jene aus den oberen Stockwerken. Und rundum alles noch grün; jedenfalls bevor die Autobahn gebaut wurde.

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