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Die Scheinheilige

Sie machte mit Selbstironie Karriere. Nun verrät Amy Schumer ihre eigenen Grundsätze – und opfert sich in «I Feel Pretty» gängigen Konventionen.

Hans Jürg Zinsli

Könnte man diese Amy Schumer nicht endlich einmal ins Herz schliessen? Man könnte, natürlich, wenn da nicht dieses Trampelhafte wäre, das an der 36-jährigen Amerikanerin so oft irritiert. Aber eins nach dem andern.

Dass die Frau komödiantisches Talent hat, steht ausser Frage. Ihre Show «Inside Amy Schumer» ist in den USA Kult, ihre Überdrehtheiten in eigener Sache unnachahmlich. Aber manchmal, da beäugt man Schumers Tun dennoch mit einer gewissen Skepsis oder zumindest mit gemischten Gefühlen. Zum Beispiel, als sie vor wenigen Tagen in London ihren Film «I Feel Pretty» promoten sollte. Der Anlass fiel dann jedoch ins Wasser, und den Grund postete Amy Schumer gleich selbst auf Instagram – in Form von Fotos, auf denen sie aussieht wie ein aussätziges Radieschen mit gesteckten Infusionen. Die ärztliche Diagnose: Niereninfektion. Schumers Kommentar aus dem Spitalbett: «Ich wollte das mit euch teilen, weil es so unglaublich sexy ist.»

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