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Die Freundschaft ist die Heimat

Die Bernerin Gabriele Schärer porträtiert in ihrem Dokfilm junge Menschen aus Bern-West und erzählt von der Kraft der Freundschaft.

Die Sonne scheint im Ghetto: Rushit (vorne) und seine Freunde erobern den Gäbelbach. (zvg)
Die Sonne scheint im Ghetto: Rushit (vorne) und seine Freunde erobern den Gäbelbach. (zvg)

«Ich bin ich, und es bleibt dabei», rappt Rushit mit seiner Band Blockjunge, ein bisschen trotzig, ein bisschen atemlos, wie das so ist, wenn man 15 ist und irgendwo im Niemandsland zwischen Kinderstube und Selbstständigkeit steht.

Mit diesem Song findet der Dokumentarfilm der Bernerin Gabriele Schärer gleich den richtigen Rhythmus und den richtigen Ton – ein perfekter Beginn mit einem sympathisch verschmitzten Rushit, der von der Freundschaft erzählt und davon, wie man halt Rapper wird, wenns für den Fussball nicht reicht, Hauptsache, man verschwendet sein Leben nicht an einen 08/15-Job. Als wär die Welt ein Laufsteg, schreitet Natalia auf die Kamera (Ueli Grossenbacher) zu. Mit 16 ist sie aus Kirgistan in die Schweiz geflohen, die Erfahrungen haben sie zur Einzelgängerin gemacht, die niemandem vertraut. Natalia ist unterwegs zu den Proben einer Hip-Hop-Version von «Antigone», die der Theaterpädagoge Christoph Hebing in Berns Westen mit Jugendlichen einstudiert.

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