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Die Bewacher der Illusion

Die USA lassen in ihren Kriegen Ausländer für sich kämpfen und geben ihnen dafür das Bürgerrecht. «Soy Nero» erzählt von einem dieser Greencard-Soldaten.

Die Absurdität des Amercian Dream: Johnny Ortiz als mexikanischer Immigrant Nero. Foto: PD
Die Absurdität des Amercian Dream: Johnny Ortiz als mexikanischer Immigrant Nero. Foto: PD

Es gibt Filme, vor denen sitzt man und ahnt, wovon sie erzählen wollen und von wem. Aber dann erzählen sie es nicht, sondern nehmen die erstbeste Abzweigung zu einer anderen Erzählung. «Soy Nero» von Rafi Pitts ist so ein Film; er beginnt mit einem jungen Mexikaner namens Nero, der bei Tijuana eben illegal über den Grenzzaun in die USA geklettert ist. Aber dieser Nero muss sich dann als Nebenfigur die ins Manische gleitende Rhapsodie eines anderen an­hören, der eine Theorie hat über die ­Konspiration von US-Regierungsstellen zur Verschiebung der Erdachse. Die ­Geschichte führt in eine Sackgasse der Depression und Paranoia. Und von Nero (Johnny Ortiz) weiss man fast nur, dass er ins südliche Los Angeles will, zu seinem Bruder und später zur amerikanischen Armee. Als Zuschauer fühlt man sich da schon ein wenig verloren in der dramatischen Unordnung der Dinge.

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