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«Der Film war eigentlich Notwehr»

Die Berner Regisseurin Annina Furrer hat zwei Geschwister durch Suizid verloren. Im Film «Dem Himmel zu nah» verarbeitet sie einen Teil ihrer Geschichte.

Idyllisches aus dem Familienarchiv: Marius, Bethli und Annina Furrer.
Idyllisches aus dem Familienarchiv: Marius, Bethli und Annina Furrer.
zvg

Warum hatten Sie das Bedürfnis, diesen Film zu machen?

Es war eine intuitive Reaktion. Als ich zwanzig war, hat sich meine Schwester Bethli das Leben genommen, knapp zwanzig Jahre später geschah dasselbe mit meinem Bruder Marius; es ist verrückt, wenn einem das zwei Mal zustösst. In der Not war es für mich das Natürlichste, eine Kamera in die Hand zu nehmen, schliesslich ist das mein Beruf. Drei Monate nach dem Tod meines Bruders rief ich den Kameramann Peter Guyer an und fragte ihn, ob er filmen könne, wie ich mit Marius’ Partnerin Theres die Wohnung räume. Wir hatten noch keine Ahnung, ob daraus einmal ein Film würde. Aber als ich anfing, am Drehbuch zu schreiben, merkte ich, dass mir das guttat.

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