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Der Drogenpapst, Polo Hofer und das LSD

Timothy Leary war einst der «gefährlichste Mann der USA». Dann wollte er die Welt verändern – von Bern aus, mit viel LSD, aber lieber ohne Polo Hofer.

Psychologe, Asylbewerber, Grenzgänger: Timothy Leary mit dem Schweizer Schriftsteller Sergius Golowin (l.) im Juli 1972.
Psychologe, Asylbewerber, Grenzgänger: Timothy Leary mit dem Schweizer Schriftsteller Sergius Golowin (l.) im Juli 1972.
Keystone

Polo Hofer erinnert sich gut, wie er 1972 mit dem Auto auf verschlungenen Wegen zu einem Bauernhaus in Rüschegg im ländlichen Bern gefahren wurde, um Timothy Leary zu treffen. Im Haus, das der Berner Szene-Freak Albert Minder organisiert hatte, hing eine Bande von Hippies rum und rauchte Joints. «Rumpelstilz kamen damals gerade in Fahrt», erzählt Hofer über seine Band, «wir experimentierten selber mit LSD und lasen Learys Schriften. Seine Anweisungen für das Trip-Erlebnis nach dem ‹Tibetanischen Totenbuch› waren uns ein wichtiger Wegweiser.»

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