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«Das passiert, wenn man verliebt ist»

Kristin Scott Thomas, die unnahbar Schöne aus «The English Patient», stürzt sich in ihrem neuen Film «Partir» in eine Amour fou. Was hat sie dazu getrieben?

Kristin Scott Thomas als Frau, die sich zwischen einem Arzt und einem Arbeiter entscheiden muss. (zvg)
Kristin Scott Thomas als Frau, die sich zwischen einem Arzt und einem Arbeiter entscheiden muss. (zvg)

Es ist keine kühle Lady, die das feudale Zimmer im Pariser Grand Hotel betritt. Kristin Scott Thomas, die sich 1996 mit «The English Patient» als aristokratische Schönheit in die Filmgeschichte einbrannte, begrüsst die Journalisten fast schon kumpelhaft und gibt sich auf eine Art und Weise jugendlich ungestüm, dass man meint, sie stecke noch in der Haut der Figur, die sie in «Partir» spielt, eine reife Frau, die noch einmal eine erste Liebe durchlebt. Mit untergeschlagenen Beinen setzt sich die 49-Jährige hin, beim Interview fährt sie sich immer wieder durchs Haar, springt bei den Antworten auf, lacht, zögert, witzelt. Das wirkt alles recht mädchenhaft und kontrastiert durchaus reizvoll – manchmal aber auch irritierend – mit der Abgeklärtheit, die sie im Gespräch aufblitzen lässt. Und mit jenen Momenten, da ihr Gesicht in jener Schönheit gefriert, für die sie berühmt ist. Kristin Scott Thomas wirkt dann wie das perfekte Porträt ihrer selbst – es ist fast schon ein Frevel an ihrer Schönheit, wenn sie spricht.

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