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China kauft Hollywood

Der Grosskonzern Dalian Wanda erwirbt die Golden Globes – für eine Milliarde Dollar. China häuft damit immer mehr Macht im Film- und Showgeschäft an.

Pascal Blum
Wang Jianlin gilt als reichster Chinese und machte seine Karriere als Offizier in der Volksarmee, bevor er 1989 zum Chef des Wanda-Konzerns aufstieg.
Wang Jianlin gilt als reichster Chinese und machte seine Karriere als Offizier in der Volksarmee, bevor er 1989 zum Chef des Wanda-Konzerns aufstieg.
Keystone
Leonardo DiCaprio, diesjähriger Golden-Globe-Preisträger für «The Revenant», trat 2013 anlässlich der Teileröffnung des Filmstudios Oriental Movie Metropolis auf, das die Wanda-Gruppe in der ostchinesischen Stadt Qingdao baut. 2017 soll der riesige Bau aus 30 Studiobühnen, Themenparks und einem Tank für Unterwasseraufnahmen eröffnet werden.
Leonardo DiCaprio, diesjähriger Golden-Globe-Preisträger für «The Revenant», trat 2013 anlässlich der Teileröffnung des Filmstudios Oriental Movie Metropolis auf, das die Wanda-Gruppe in der ostchinesischen Stadt Qingdao baut. 2017 soll der riesige Bau aus 30 Studiobühnen, Themenparks und einem Tank für Unterwasseraufnahmen eröffnet werden.
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Seinen ersten Eindruck von Hollywood fasste Wang Jianlin so zusammen: «Die Einnahmen sind nicht sehr hoch. Aber der Einfluss ist sehr gross.»

Mit seinem Konzern Dalian Wanda hat der Geschäftsmann für rund eine Milliarde Dollar die Golden Globes aufgekauft – respektive deren Veranstalter Dick Clark Productions. Dieser führt neben der Film-Award-Show im Januar, die als Oscar-Gradmesser gilt, auch den Miss-America-Schönheitswettbewerb und die Billboard Music Awards durch. Für die Wanda-Gruppe ist es nicht die erste Shoppingtour im Unterhaltungsgeschäft: Mit AMC kontrolliert der Konzern bereits die grösste US-Kinokette. Unlängst hat er das Studio Legendary Entertainment gekauft.

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