Berner Filme waren die Zugpferde

Seit drei Monaten ist das neue Kino Rex in Betrieb. Die Verantwortlichen ziehen eine sehr positive Bilanz.

Guter Start: Das Kino Rex.

Guter Start: Das Kino Rex.

(Bild: Valérie Chételat)

Regula Fuchs

Das ehemalige Kino Kunstmuseum hat seine Verwandlung zum Kino Rex komplett vollzogen – seit drei Monaten läuft der Betrieb an der Schwanengasse. Rund 12'600 Personen haben in den ersten 14 Wochen den Weg ins Kino Rex gefunden; gemäss Leiter Thomas Allenbach eine «sehr positive» Bilanz. Schliesslich liegt das budgetierte Jahresziel bei 40'000 Eintritten.

Spitzenreiter waren bis jetzt die Filme «Gossenreiter», «Wintergast» (übrigens zwei Berner Produktionen) sowie jüngst der Dokumentarfilm über Janis Joplin. Für das gute Resultat sei kein herausragender einzelner Film verantwortlich, so Allenbach, sondern der Mix der programmierten Filme.

Natürlich hat das Kino vom Bonus des Neuen profitiert, allerdings: «In den Zahlen steckt eine gewisse Nachhaltigkeit, weil es uns gelungen ist, auch ein neues Publikum anzusprechen.» Indiz dafür ist der Umstand, dass in den ersten drei Monaten bedeutend mehr Abonnemente gelöst wurden – mehr als doppelt so viele wie im ganzen vorherigen Jahr.

Zufrieden sind die Rex-Betreiber aber nicht nur angesichts der Zahlen, sondern auch über den weitgehend pannenfreien Start: «Im ersten Monat liefen wir alle am Limit. Aber dafür, dass wir unseren Betrieb von Grund auf erneuert haben – mit neuem Kino, neuer Technik, zusätzlichem Barbetrieb und erweitertem Team –, lief es erstaunlich rund.»

Auch der Bar-Umsatz liegt über den Erwartungen. Allenbach verspricht sich eine grössere Sichtbarkeit der Rex-Bar, wenn ab Frühling die Bewirtschaftung des äusseren Eingangsbereichs aufgenommen wird.

Bereicherung, nicht Konkurrenz

Für andere Berner Veranstalter ist das Rex ein interessanter Partner. Davon zeugen die vielen Kooperationen (etwa mit der Kunsthalle, dem Alpinen Museum oder dem Kornhausforum) in der ersten Zeit. Auch für Verleiher ist das Rex attraktiver geworden dank der zwei Säle, der flexibleren Programmierung und der Zentrumslage. Allenbach sieht das Rex in dieser Hinsicht aber nicht als Konkurrenz für die Kinokette Quinnie, die ebenfalls auf Art­housefilme setzt, sondern als Bereicherung.

Doch man kann sich ausrechnen, dass der Betrieb an der Schwanengasse nun bessere Karten hat, wenn es darum geht, von den Verleihern gewisse Filme zu erhalten. Edna Epelbaum von Quinnie Cinemas mag auf diese Frage nicht weiter eingehen. Sie sagt: «Das Rex ist keine Konkurrenz für uns. Ich freue mich, wenn die Berner Innenstadt für Kinogängerinnen und -gänger attraktiv bleibt und wir es gemeinsam schaffen, Publikum anzuziehen.»

Der Bund

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