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Ben Affleck wird der neue Batman

Seit Wochen wurde spekuliert, wer in der «Man of Steel»-Fortsetzung den Batman spielen darf. Jetzt ist es raus – und die Reaktionen sind gespalten.

Umstrittene Wahl: Schauspieler Affleck. (9. April 2013)
Umstrittene Wahl: Schauspieler Affleck. (9. April 2013)
Keystone

Kann aus Ben Affleck, der am «Daredevil» scheiterte, wirklich ein guter Batman werden? Superheldenepos der Superlative: Nicht nur sollen Batman und Superman erstmals gemeinsam in einem Hollywoodfilm auftreten - der Fledermaus-Mann soll auch noch von Oscarpreisträger Ben Affleck gespielt werden.

«Wir wussten, dass wir einen aussergewöhnlichen Schauspieler brauchen, um einen der anhaltend beliebtesten Superhelden zu verkörpern», sagte Greg Silverman, Manager beim Studio Warner Bros., in einer offiziellen Mitteilung am Donnerstag (Ortszeit). «Das und mehr trifft auf Ben Affleck zu.» Der 41-Jährige werde eine völlig «neue Dimension» in die Figur bringen.

Alles andere bleibt beim Alten in der für den 17. Juli 2015 angekündigten Fortsetzung des im Sommer erfolgreich in den Kinos gelaufenen Superman-Films «Man of Steel»: Superman alias Clark Kent soll in bewährter Besetzung wieder von Henry Cavill gespielt werden, und auch Amy Adams, Diane Lane und Laurence Fishburne aus «Man of Steel» sind gemeinsam mit Regisseur Zack Snyder wieder an Bord.

Eine Überraschung

Aber Ben Affleck als Batman alias Milliardär Bruce Wayne? Das gilt unter Experten als Riesen-Überraschung. Noch nicht einmal der sonst so gut informierte «Hollywood Reporter» hatte Affleck auf dem Zettel und spekulierte noch vor kurzem über Namen wie Josh Brolin und Ryan Gosling.

Affleck, der nach schlagzeilenträchtigen Beziehungen mit prominenten Kolleginnen wie Gwyneth Paltrow und Jennifer Lopez inzwischen mit der Schauspielerin Jennifer Garner verheiratet ist und mit ihr drei Kinder hat, ist Hollywoods achter Schauspieler im Fledermauskostüm. Zuvor hatten unter anderem Christian Bale, George Clooney und Michael Keaton die Rolle verkörpert.

Schon gemeinsam aufgetreten

Batman bekämpft seine Gegner mit Intelligenz, Willenskraft und ausgeklügelten technischen Hilfsmitteln; Superman ist dank seiner Superkräfte aussergewöhnlich stark, schnell und unverwundbar und kann ausserdem fliegen. In Comics und kleineren Verfilmungen sind beide schon gemeinsam aufgetreten. Meist Seite an Seite gegen das Böse, aber hin und wieder gerieten sie auch in Streit.

Affleck gilt, seitdem er 1998 gemeinsam mit Matt Damon den Drehbuch-Oscar für «Good Will Hunting» gewann, als eines von Hollywoods ganz grossen Multitalenten. Der Agenten-Thriller «Argo», bei dem er Regie geführt und die Hauptrolle gespielt hatte, gewann in diesem Jahr den Oscar für den Besten Film.

Es wird gewitzelt

Aber Afflecks Karriere hatte auch Tiefpunkte - und einer davon hat ausgerechnet mit einem Superhelden zu tun: 2003 floppte die Comicverfilmung «Daredevil» mit Affleck in der Hauptrolle an den Kinokassen.

Fans und Hollywood-Kollegen reagierten dementsprechend gespalten auf die erneute Ernennung Afflecks zum Film-Superhelden. «Du liest das Drehbuch, fühlst dich gut damit, fühlst dich souverän, und dann nehmen sie Ben Affleck», witzelte Schauspieler Richard Dreyfuss per Twitter. Der US-Komiker Chris Rock gratulierte Affleck. «Es war ein harter Kampf, aber du hast ihn fair gewonnen.» Viele Fans schlugen - nicht immer ernst gemeint - Matt Damon und Jennifer Lopez als Co-Stars vor.

Viele zeigten sich aber auch völlig entsetzt. «Stoppt das sofort und castet jemand anderen», schrieb einer auf der Facebook-Seite des Filmstudios, und ein anderer motzte: «Da habt ihr ja schön einen Filmhelden, den ich liebe, ruiniert.»

(SDA)

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