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«Ballett, Weltraum, Hockey»

Schöner wurde Eishockey nie gespielt. Gabe Polksy hat einen Film über die sowjetischen Puckkünstler gedreht. Im Interview sagt er, wie der Kalte Krieg auf dem Eis entbrannte – und was er über Putins Russland lernte.

Sie haben mit «Red Army» einen Film über den sowjetischen Paradeblock der 1980er gedreht. Wann haben Sie die Russischen Fünf erstmals gesehen? Was war das für ein Erlebnis? Irgendwie fiel mir eine Videokassette mit Aufnahmen der Sbornaja aus den 80ern in die Hände. Ich war so um die 15. Ich konnte kaum glauben, was ich sah. Es war wie ein Gemälde, dessen Schönheit einen sofort überwältigt.

Können Sie diese Schönheit etwas beschreiben? Die Russischen Fünf spielten wie ein einziger Mann. Der Puck zirkulierte ganz natürlich. Alles wirkte leicht, tänzerisch. Welcher der fünf das Tor schoss, war nebensächlich. Es war sehr speziell: Sowjetisches Hockey war kollektiver Individualismus. Die Nordamerikaner dagegen wirkten im Spiel wie Roboter, und bei ihnen strebten letztlich alle danach, Goalgetter zu sein. Denn der Goalgetter sahnte Ruhm und Geld ab, mehr als die andern.

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