Aus der Region für die Region
Der Filmstandort Bern: fruchtbarer Boden für Dokumentarfilme, hartes Pflaster für Spielfilme – bis anhin jedenfalls. Denn im Moment laufen die Kameras heiss. Vielleicht demnächst sogar für eine Fernsehserie.

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass sich am Berner Filmpreisfestival Fachleute auf einem Podium fragten, warum in Bern viel seltener Spiel- als Dokumentarfilme gedreht werden. Mangelndes Geld, mangelnder Mut, was auch immer die Antworten damals waren: Jetzt, ein Jahr später, scheint die Frage obsolet. Zurzeit laufen die Spielfilmkameras in Bern nämlich heiss. Felix Tissi hat vergangenen Sommer in der isländischen Abgeschiedenheit «Welcome to Iceland» gedreht, Mano Khalil schneidet gerade «Die Schwalbe», Luki Friedens TV-Spielfilm «Unser Kind» wird übernächsten Sonntag ausgestrahlt, Res Balzli fährt für «Auf Leber und Tod» bald nach Senegal, und das Team um den Berner Produzenten Stefan Eichenberger dreht zurzeit den Episodenfilm «Heimatland». Spielfilmflaute in Bern? Von wegen.