Auf Menschlichkeit programmiert
Der Berner Film kann auch Science-Fiction: Das zeigen gleich zwei Produktionen, die zurzeit am Kurzfilmfestival Shnit zu sehen sind. Ihre Regisseure sind in Sichtweite voneinander aufgewachsen.

Es ist ein klebriges Vorurteil, dass ein einheimischer Film irgendeinen lokalen Anstrich haben soll. Muss er natürlich nicht. Vor allem nicht in Zeiten, in denen sich vom hintersten Krachen aus alle denkbaren digitalen Welten zaubern lassen. Und trotzdem: Es ist immer noch ungewohnt, wenn sich Schweizer Filmschaffende der Science-Fiction verschreiben, einem technisch eher aufwändigen Genre, das zudem oft einen gewissen Look verlangt, was nicht immer im Einklang mit den finanziellen Möglichkeiten der Macher steht. Nun denn: Im Schweizer Wettbewerb des Kurzfilmfestivals Shnit stehen jetzt gleich zwei Filme aus Berner Werkstatt, die beide in einer nicht genauer datierten Zukunft spielen. Und die sich thematisch nicht unähnlich sind.

