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Auf den Touren der Zeit

Die Zeit, die Zeit – was für ein unmögliches Thema. Der Filmregisseur Philipp Hartmann hat trotzdem einen klugen Film darüber gedreht.

Bilder des Verlaufens in «Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe».
Bilder des Verlaufens in «Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe».
zvg

Als Philipp Hartmann 38¼ Jahre alt wurde, war er gemäss statistischer Lebenserwartung genau in der Mitte seiner Existenz auf Erden angekommen. Der Moment für eine Rückschau, eine Midlife-Crisis, eine seriöse Neurose? Hartmann entschied sich für die Chronophobie, das Leiden an der vergehenden Zeit.

Früher nannte man das einfach die Angst vor dem Tod, heute ist es eher eine Überforderung ob der Gegenwärtigkeit und Gleichzeitigkeit von so ziemlich allem. Ein schwieriger Augenblick für Philipp Hartmann. Aber welches Medium wäre wohl geeigneter gewesen als der Film, um der davonlaufenden Zeit ein Schnippchen zu schlagen, der eigenen Lähmung zu entkommen angesichts der nie erlahmenden Zeit? Also drehte der 1972 in Karlsruhe geborene Regisseur den Essayfilm «Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe», ein Titel und ein Satz, der nicht weniger funkelnd und rätselhaft wird, wenn man weiss, dass ihn seine Grossmutter gern gesagt hat.

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