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Auf dem Mond geschieht Seltsames

Duncan Jones, der Sohn von David Bowie, hat einen Science-Fiction-Film gedreht. «Moon» heimst einen Preis nach dem anderen ein und muss den Vergleich mit «Alien» nicht fürchten.

Science-Fiction-Filme verschlingen bei ihrer Produktion gerne viele Millionen Dollar. James Camerons «Avatar» beispielsweise kostete mehr als 200 Millionen. Das Erstlingswerk des Regisseurs Duncan Jones dagegen hat nicht einmal fünf Millionen Dollar gekostet.

Trotzdem heimst der Filmemacher und Sohn von Popstar David Bowie mit «Moon» einen Preis nach dem anderen ein. «Es hat lange gedauert, bis ich wusste, was ich mit meinem Leben machen will», sagte Jones sichtlich gerührt und mit den Tränen kämpfend, als er in England mit dem «BAFTA»-Award für das beste Regie-Debüt ausgezeichnet wurde. Endlich habe er den Job gefunden, den er liebe.

Und dieses Herzblut, das Jones in seine Arbeit hineingesteckt hat, merkt man seinem Film an. Er erzählt die Geschichte des Astronauten Sam Bell (beeindruckend und eindringlich gespielt von Sam Rockwell), der ganz allein auf dem Mond arbeitet und dort für eine amerikanische Firma Helium zur Energiegewinnung abbaut.

«Moon» ist eine Geschichte über Isolation, Einsamkeit und darüber, was mit einem Menschen passiert, wenn er zu lange von seiner geliebten Familie und allen anderen sozialen Kontakten getrennt leben muss.

Überraschung

Nachdem er zu Beginn seiner Zeit auf dem Mond noch auf sich geachtet, Sport getrieben und sich regelmässig die Haare geschnitten hat, lässt sich Sam mehr und mehr gehen.

Seine Arbeit macht er nur noch mechanisch, denn er denkt an nichts Anderes als an seine Frau und seine kleine Tochter auf der Erde. Seine einzige Gesellschaft ist die des Roboters Gerty, dem im Original Hollywood-Star Kevin Spacey seine Stimme leiht.

Zwei Wochen, bevor Sam wieder nach Hause zurückkehren soll, beginnt er, seltsame Dinge zu sehen und zu hören und muss schliesslich feststellen, dass seine Arbeitgeber ihn ganz sicher nicht zurückholen wollen.

Mehr sei noch nicht verraten. Denn der Film punktet nicht nur mit der grossartigen schauspielerischen Leistung von Sam Rockwell, sondern auch mit überraschenden Wendungen.

Retro statt teuer

«Ich bin stolz auf diesen Film», sagte Jones im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Auch wenn er mehr Geld zur Verfügung gehabt hätte - viel daran geändert hätte er rückblickend nicht.

«Mit mehr Geld hätte der Film nicht grossartig anders ausgesehen. Ich wollte keine aussergewöhnlichen Spezialeffekte, sondern den Film im Stil von Science-Fiction-Filmen der 70er oder 80er Jahre machen.»

Und das ist ihm gelungen. «Moon» muss den Vergleich mit Filmen wie «Alien» nicht scheuen. Zwar ist er ungleich ruhiger und einfühlsamer, aber dadurch nicht weniger spannend.

SDA

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