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Als die Hippies paranoid wurden

US-Regisseur Paul Thomas Anderson verfilmt erstmals einen Roman von Thomas Pynchon. «Inherent Vice» taucht in den Kifferdunst der Siebzigerjahre und präsentiert einen Joaquin Phoenix in Hochform.

Je ein Drittel Philip Marlowe, Big Lebowski und Groucho Marx enthält Detektiv Larry Sportello (Joaquin Phoenix). Foto: Michael Muller
Je ein Drittel Philip Marlowe, Big Lebowski und Groucho Marx enthält Detektiv Larry Sportello (Joaquin Phoenix). Foto: Michael Muller

Diesen Mann sollte man sich nicht als seriösen Ermittler vorstellen. Man ahnt es schon, wenn man seine Wolverine-Koteletten und die Hemden sieht. Alles, was er trägt, scheint sogleich zu erschlaffen. Was seine Frisur angeht, bleibt er durchweg unschlüssig; stolpert er durch die Welt, erkennt man zu gleichen Teilen Philip Marlowe, Big ­Lebowski und Groucho Marx. Dies ist der Privatdetektiv Larry «Doc» Sportello (Joaquin Phoenix), bekiffter Nachkomme eines Archetypus im amerikanischen Kino – man nehme nur Howard Hawks’ «The Big Sleep» oder Robert Altmans «The Long Goodbye», beides Adaptionen von Raymond-Chandler-Krimis.

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