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Wie rassistisch ist «The Lion King»?

Affenbrotbäume und vermenschlichte Tiere: Ana Sobral, Expertin für Kolonialismus, hinterfragt das Afrika-Bild im neuen Disney-Film.

Löwenkönig Mufasa und sein Thronfolger Simba: Die neue Version von «The Lion King» kommt 25 Jahre nach dem Original ins Kino. <nobr>Fotos: Disney</nobr>

Löwenkönig Mufasa und sein Thronfolger Simba: Die neue Version von «The Lion King» kommt 25 Jahre nach dem Original ins Kino. Fotos: Disney

Pascal Blum@pascabl

Ana Sobral, Sie sind Anglistin mit Schwerpunkt postkoloniale Studien und haben sich die Neuverfilmung von «The Lion King» angesehen. Alles «hakuna matata», also in bester Ordnung?
Die Musik ist grad ein gutes Beispiel: Mir kam es vor, dass immer dann, wenn es um schwere Gefühle wie Trauer oder Angst geht, die Musik europäisch klingt, sozusagen weiss. Sobald aber Freude oder Kraft ins Spiel kommen, ist der Soundtrack afrikanisch kodiert. «Hakuna matata» etwa wird in einer A-capella-Version vorgetragen. Für mich versteckt sich darin die Botschaft, dass afrikanische Musik keine Traurigkeit ausdrücken kann.

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