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In einem Fass ins Leben hinabstürzen

Drei gestrandete Figuren, die Niagarafälle als Kulisse und unbändiger Lebenswille: Überzeugend inszeniert Markus Keller im Effingertheater «Smith&Wesson» des italienischen Autors Alessandro Baricco.

Drei Figuren auf der Verliererseite: Tom Smith (Wolfgang Seidenberg), Rachel Green (Larissa Keat) und Jerry Wesson (Gilles Tschudi).
Drei Figuren auf der Verliererseite: Tom Smith (Wolfgang Seidenberg), Rachel Green (Larissa Keat) und Jerry Wesson (Gilles Tschudi).
Severin Nowacki

Es dürfte die grösste Frage sein: Wie kann man das gigantische Schauspiel der Niagarafälle in die überschaubaren Kulissen des Effingertheaters bringen, diese grossartige Bühne der Natur, zugleich Paradies für Flitterwochen und Hölle für Selbstmörder?

Denn hier sind sie gestrandet, die drei Figuren, die auf der Verliererseite des Lebens stehen: Jerry Wesson (Gilles Tschudi), der statt Leben zu retten bloss Leichen aus den Stromschnellen fischt, Tom Smith (Wolfgang Seidenberg), genialer Tüftler, der als Betrüger verkannt und verfolgt wird. Und Rachel Green (Larissa Keat), 23-jährige Journalistin beim «San Fernando Chronicle», die vom Schreiben träumt, für die aber der Journalismus nichts anderes bereithält, als Sandwichs zu holen und spätabends den Chef zu befriedigen.

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