Zum Hauptinhalt springen

Im Hypothalamus der Popmusik

Die Musik von Dollkraut ist zugleich faszinierend und retrofuturistisch. Die vor einigen Jahren an der Kilbi aufgefallenen Holländer spielen wieder in Düdingen.

Die Band Dollkraut.
Die Band Dollkraut.
zvg

Wer Pascal Pinkert einen Song zu Remix-Zwecken in die Hände gibt, muss sich in Acht nehmen. Es kann nämlich passieren, dass die Zuhörer den Remix später für das Original halten – so geschehen im Fall des deutschen Trios Brandt Brauer Frick. Vielleicht liegt es an Pinkerts Gespür für den Hypothalamus der Popmusik. Vielleicht aber auch daran, dass das, was die meisten Musiker zu ihrem obersten Ziel erklären, dem Holländer ziemlich egal ist: die Innovation.

Zu Hause hat Dollkraut, wie er sich als Musiker nennt, ein Drumkit aus den 60ern stehen, er interessiert sich für alte Aufnahmetechniken und würde gerne in den 70ern leben. Jener Zeit, in der die Musik sowohl mit dem Leben wie auch mit dem Tod anbandelte. Das hört man auch auf seinem letzten Tonwerk «Holy Ghost People», für das er Dollkraut zur Band ausbaute. An diesem musikalischen Felsen brechen sich Wellen aus Electronica, Disco, Filmmusik und fleckigem Krautrock. Und von weitem zieht ein Sturm aus tausend alten Synthesizern auf.

Bad Bonn Düdingen Freitag, 20. Juli, 21 Uhr.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch