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Im Heuhaufen der Kunstgeschichte

Im Kunstmuseum Bern wird die Herkunft von Kunstwerken erforscht, die von den Nazis als «entartet» bezeichnet wurden. Da wird der Direktor auch mal zum Detektiv.

Das Büro voll alter Akten: «Jetzt hat die Provenienzforschung Vorrang», sagt Museumsdirektor Matthias Frehner.
Das Büro voll alter Akten: «Jetzt hat die Provenienzforschung Vorrang», sagt Museumsdirektor Matthias Frehner.
Valérie Chételat

Gross sind sie, alt und schwer, ihre Rücken mussten verstärkt werden, und die Tinte, mit der sie beschrieben sind, ist teilweise schon verblasst. Es sind dicke Bände mit Hunderten von Eintragungen, die sich zurzeit im Büro von Matthias Frehner, Direktor des Berner Kunstmuseums, stapeln. Sie sind das Gedächtnis der mehr als 200-jährigen Institution, ein wenig ergiebiges allerdings, wie sich bei der Durchsicht herausstellt. Denn so akribisch hier über Ankäufe und Dauerleihgaben Buch geführt wurde, so mager sind die Informationen zu den einzelnen Werken. Aber alle diese Bücher studiert der Direktor zurzeit so interessiert wie ein Detektiv.

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