«Im ersten Moment war es schlimm, danach war es grossartig»

Im Fragebogen erzählt Schauspieler Diego Valsecchi warum ein Blackout auf der Bühne bisweilen auch gelegen kommen kann.

Der Schauspieler Diego Valsecchi.

Der Schauspieler Diego Valsecchi.

(Bild: zvg)

Xymna Engel

Wer war der Held Ihrer Kindheit?
Das waren Nils Holgersson und David Hasselhoff in «Knight Rider». Warum? Wahrscheinlich weil beide auf eigentümliche Art und Weise fliegen konnten.

An was glauben Sie?
An die Gemeinschaft.

An was glauben Sie nicht?
An eine neoliberale Weltordnung.

Was hängt bei Ihnen über dem Bett?
Direkt über dem Bett hängt nichts. Über meinem Nachttisch hängt eine Foto-Collage aus dem Sommer 2011, den ich mit meiner Frau in New York verbracht habe.

Was ist Ihr grösster Schatz?
Meine Familie.

Wofür sparen Sie?
Ich spare nicht. Ich beschäftige mich jedoch so lange mit einem Produkt, bis ich alles darüber weiss und alle Vorzüge und Nachteile jedes Modells kenne. Nach einiger Zeit kaufe ich schliesslich das für mich beste Produkt oder merke, dass mich das Begehren der Sache bereits befriedigt hat und ich das Ding eigentlich gar nicht benötige. Beispielsweise beschäftige ich mich nun seit zwei Jahren mit Hochleistungs-Standmixgeräten mit eingebauter Suppen-Heizung. Empfehlungen sind willkommen.

Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig wild gefühlt?
Das muss jene Nacht gewesen sein, als ich ich schlaftrunken am Wickeltisch stand, unser Kind Durchfall hatte und der Natur freien Lauf liess.

Welches sind Ihre aktuellen Süchte?
Süsses und Trockenfleisch.

Was ist Ihnen näher: das Leichte oder das Schwere?
Das Leichte. Weil es schwer ist.

Wo zwickt es derzeit am meisten?
Es zwickt tatsächlich am Knie, aber das krieg ich wieder hin.

Was war der schönste Ort, den Sie besucht haben?
Bryce Canyon in den USA. Im wahrsten Sinne atemberaubend.

Was ist das Traurigste oder das Lustigste, was Ihnen je auf der Bühne passiert ist?
Ich habe zu einem Lied angesetzt: «Il ragazzo della via Gluck» von Adriano Celentano. Gleichzeitig machte ich mich darüber lustig, dass mein Vater die Songtexte jeweils nicht wusste und irgendwas gesungen hat. Bei der zweiten Strophe hatte ich ein Blackout. Ich wusste gar nichts mehr. Die Leute haben geschrien vor Lachen. Im ersten Moment war es schlimm, danach war es grossartig.

Was bringt Sie dazu, einen Raum zu verlassen?
Dummes Gerede.

Was wissen nur die wenigsten Menschen über Sie?
Dass ich penibel bin.

Wie sieht es aus, wenn Sie tanzen?
Wie ein Gockel, der einzelne Bewegungen zu isolieren versucht.

Wofür möchten Sie Werbung machen?
Für das Konzert von Jester’s Quest am 6. April in der La Cappella. Ein Musik-Projekt mit Storytelling, zum ersten Mal in voller Länge, unplugged. Grosse Musik. Hingehen lohnt sich!

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