Historisches Museum lässt das Jahr 1968 aufleben

Das Bernische Historische Museum eröffnet ab Mitte November die Türen zur Ausstellung «1968 Schweiz» und zeigt die 50 Jahre zurückliegende Ereignisse.

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Anti-Kriegs-Proteste in den USA, der «Prager Frühling», Globus-Krawalle in Zürich: Das Jahr 1968 hat eine ganze Generation geprägt. In diesem Herbst widmet nun das Bernische Historische Museum (BHM) dem Jahr 1968 eine Ausstellung.

Die Schau mit dem Titel «1968 Schweiz» wird das Museum Mitte November eröffnen, wie es am Dienstag mitteilen. 2018 werden nämlich seit den schweiz- und weltbewegenden Ereignissen 50 Jahre vergangen sein. Das Museum plant, Zeitzeugen von 1968 zu Wort kommen zu lassen. Auch soll der damalige Aufbruch in Bern und in der Schweiz als Teil eines weltweiten Protests der jungen Generation gegen Werte und Normen der Eltern beleuchtet werden. Es sei auch um mehr Selbstbestimmung, Gerechtigkeit und Solidarität gegangen, schreibt das Museum.

Die grosse Wechselausstellung gestaltet das BHM selber, aber zusammen mit externen Kuratoren, wie Museumsdirektor Jakob Messerli auf Anfrage sagte. Sie wird bis Mitte Juni 2018 dauern. Auch eine Ausstellung zu den Freimaurern wird das Museum in diesem Jahr zeigen, dazu eine Schau zu Weihnachtskrippen und Winterzauber.

73'000 Besucher

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Museum im Berner Kirchenfeldquartier rund 73'000 Besucher. Das ist mehr als im vergangenen Jahr, aber weit weg vom Rekord von 2013 mit mehr als 340'000 Besuchern. Damals zeigte das BHM Ausstellungen zu Mani Matter und dem ersten Kaiser von China mit seinen Terrakottakriegern. Die 73'000 Besucher entsprächen dem langjährigen Durchschnitt, schreibt das BHM.

Erneut zog das Einstein-Museum innerhalb des BHM viel Publikum an: 2016 waren es rund 35'000 Personen, was einer Steigerung von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Messerli sagt dazu, vor allem Ausländer besuchten das Einstein-Museum. Es sei gelungen, diesen Teil des BHM als «Must» für Bern-Besucher aus dem Ausland zu positionieren. Einstein sei halt ein «globaler Popstar». Eine Evaluation habe 2015 gezeigt, dass 75 Prozent der Besucher des Einstein-Museums aus dem Ausland kämen.

Sammlungserschliessung startet

Nach mehrjährigen Vorarbeiten startet das BHM nun mit der Sammlungserschliessung und -bereinigung. Burgergemeinde Bern sowie Stadt und Kanton Bern haben dafür bekanntlich in den vergangenen Monaten total 5,1 Millionen Franken zugesagt. Das BHM sieht bereits zwei weitere Projekte auf sich zukommen: Es braucht ein Zentraldepot für die derzeit verstreut aufbewahrten Sammlungen. Die Planung dafür läuft, wie Messerli sagt. Und mittelfristig muss der Altbau des BHM saniert werden, der seit 1894 noch nie total renoviert worden ist. (lpa/sda)

Erstellt: 09.05.2017, 16:44 Uhr

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