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«Da widerspreche ich ABSOLUT»

Darf eine Feministin keine Kinder haben? Diese Frage versetzt Liv Strömquist in Rage. #MeToo überzeugt die Künstlerin auch nicht ganz.

So sieht das Cover des neuen, umwerfenden Comic-Albums der vielfach übersetzten, international gefeierten schwedischen Künstlerin Liv Strömquist zum Thema Mann, Frau und Beziehungsstrukturen aus.
So sieht das Cover des neuen, umwerfenden Comic-Albums der vielfach übersetzten, international gefeierten schwedischen Künstlerin Liv Strömquist zum Thema Mann, Frau und Beziehungsstrukturen aus.
Liv Strömquist
Da werden zum Beispiel die «unsäglichsten Lover der Geschichte» beschrieben, von Percy Shelley über Phil Spector bis Albert Einstein.
Da werden zum Beispiel die «unsäglichsten Lover der Geschichte» beschrieben, von Percy Shelley über Phil Spector bis Albert Einstein.
Liv Strömquist
Mutter umarmt Kind: «Die Sehnsucht nach Kindern sitzt viel tiefer als jede oberflächliche Rationalität», sagt Liv Strömquivst.
Mutter umarmt Kind: «Die Sehnsucht nach Kindern sitzt viel tiefer als jede oberflächliche Rationalität», sagt Liv Strömquivst.
Max Wanger/Gallery Stock
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Frau Strömquist, man nennt Sie eine Radikalfeministin. Zurzeit argumentieren manche, dass echte Feministinnen keine Kinder haben dürfen.

Da widerspreche ich ABSOLUT, und bitte schreiben Sie das in Grossbuchstaben! Das Glück der Mutterschaft und die Gefühle mütterlicher Liebe zählen zu den grössten Lebensfreuden überhaupt. Sie sind eine sehr tiefe, existenzielle, weibliche Erfahrung. Wenn Sie spüren, dass Sie Kinder haben wollen, sollten Sie auf keinen Fall aus politischen, rationalen oder ideologischen Gründen auf diese Freude und Liebe verzichten. Die Sehnsucht nach Kindern sitzt viel tiefer als jede oberflächliche Rationalität; genauso wie die Liebe. Aus so einem Blickwinkel würden Sie sich der heiligen Bedeutung des Lebens berauben, die jenseits der Vernunft liegt.

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