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TV-Kritik: Mord und Fettnäpfchen

Wo war Gott in Auschwitz? Und wie sagt man dem jüdischen Käppi? Der gestrige «Tatort» wollte einem das Judentum näherbringen. Ganz koscher war das nicht.

Auf seiner Mission, ein Streiflicht auf allerlei gesellschaftliche Minoritäten zu werfen, kam der «Tatort» gestern in der jüdischen Gemeinschaft Münchens vorbei. Dort hatte man einen Toten zu beklagen, der in der neuen jüdischen Synagoge gefunden wurde: Treppensturz, natürlich mit Fremdeinwirkung.

Zu lösen hatten den Fall die beiden Kommissare Leitmayer und Batic – und zwar mit «Fingerspitzengefühl», wie ihr Staatsanwalt bemerkte. Klar: Deutsche Polizisten, die im jüdischen Milieu Leute verhören; das weckt ungute Erinnerungen. Wie die beiden Polizisten Fettnäpfe fürchtend in der jüdischen Gemeinde ermittelten, sollte denn auch der Running Gag des Films werden.

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