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TV-Kritik: «Heterosexualität muss die Norm bleiben»

Ob Kinder bereits im Kindergarten aufgeklärt werden sollten, wurde gestern im «Club» diskutiert. Die erfrischende Runde offenbarte die gesellschaftspolitischen Bruchlinien und Ängste der Schweiz.

Vordergründig locker, so gab sich die Runde im gestrigen «Club» auf SF1. Es wurde gescherzt, gelacht, gekichert, sodass Noch-Chefin Christine Maier zuweilen beherzt eingreifen musste, um die Diskussion wieder auf Kurs zu bringen. Denn in der Sache trafen beim Thema «Aufklärung schon im Chindsgi?» Positionen aufeinander, die sich zwar unter die üblichen politischen Lager links gegen rechts subsumieren lassen – aber eigentlich das Spektrum moralischer und weltanschaulicher Differenzen der Gegenwart abdecken. Einig war man sich, dass es einzig und allein um das Kindeswohl geht. Wie aber dieses herzustellen sei, darüber gehen die Meinungen grundsätzlich auseinander. An der gestrigen Diskussion um die Institutionalisierung von Lehrinhalten, um kulturelle und moralische Werte liessen sich viel mehr die zahlreichen gesellschaftspolitischen Bruchlinien der Schweiz ablesen. Man sprach über Aufklärung, aber es tobt ein Kampf der Kulturen unter dem Motto: «Ich verstehe ihre Ängste, aber...»

Der politische Angriff

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