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TV-Kritik: Die Schweiz hat ihren Rocky

Der Sonntagabendfilm «Dinu» bodigte locker alle bisherigen Schwinger-Streifen und gehört zum Besten, was SRF in den letzten Jahren gezeigt hat.

Die Erleichterung war gross nach den ersten zehn Minuten. Endlich ein hiesiger Sonntagabend-Film, der die Dialekte nicht sinnlos durcheinanderwirbelte und dessen Dialoge nicht klangen wie improvisiert vom Hochdeutsch ins Schweizerdeutsch übertragen. Doch die milde Freude währte nicht lange – denn es wurde noch besser.

«Dinu» von Regisseur Simon Aeby, bekannt geworden durch seine Verfilmung von Gottfried Kellers «Das Fähnlein der sieben Aufrechten», ist die helvetische Variation des Box-Epos «Rocky» und erwies sich verblüffenderweise als fast genauso spannend, aus verschiedenen Gründen: Allen voran war da Jonathan Loosli, der den Simmentaler Schwinger und Kleinbauernsohn Dinu verkörperte, und das nicht zuletzt dank eines monatelangen Schwing-Trainings sehr überzeugend.

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