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TV-Kritik: Die Macht des Lächelns

Die ARD hat den Schweizer Chef der deutschen Bank, Josef Ackermann, über Monate begleitet. Und zeigte ihn gestern als dauerlächelnden Herrn, der rastlos für seine Bank unterwegs ist.

Freundlichkeit als zweite Haut: Josef Ackermann.
Freundlichkeit als zweite Haut: Josef Ackermann.
ARD
Der Schweizer ist ein Meister des Networking. Trotzdem gibt er sich selbst nicht immer diplomatisch. Seine unverblümten Positionen ecken in der Öffentlichkeit oft an.
Der Schweizer ist ein Meister des Networking. Trotzdem gibt er sich selbst nicht immer diplomatisch. Seine unverblümten Positionen ecken in der Öffentlichkeit oft an.
ARD
Im Zentrum der Macht: Ackermann gehört zu den einflussreichsten Menschen in Deutschland.
Im Zentrum der Macht: Ackermann gehört zu den einflussreichsten Menschen in Deutschland.
ARD
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Natürlich wird Heidi erwähnt, wenn die Kameras durch Mels schwenken, jenem Ort im Sarganserland, in dem der heute mächtigste Wirtschaftsführer Deutschlands aufgewachsen ist. Wie Heidi landete Josef Ackermann irgendwann in Frankfurt, dann enden aber die Parallelen. Der preisgekrönte Filmautor Hubert Seipel zeigt Josef Ackermann als einen Menschen, der kein Heimweh kennt, der da zu Hause ist, wo es das Geschäft erfordert – selbst wenn er zuweilen gar nicht mehr weiss, wo er gerade ist. Es könne durchaus vorkommen, dass er im Hotel aufwache und sich frage: «Wo bin ich denn eigentlich?» Landesgrenzen interessieren ihn nicht, das Geschäft ist global, also sollen auch die Menschen global sein. Ackermann sei «rastlos im Auftrag des Kapitals unterwegs», so der Kommentar des Filmemachers, an einem Tag in Frankfurt, dann in Shanghai, dann in New York.

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